Nachrichten, Tipps, Tricks und Meinungen zu (kosten)freier Software und Internetangeboten.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Bildbearbeitungssoftware für lau

Die nächste Folge der "für lau"-Serie befasst sich mit Tools zur Bildbearbeitung im weitesten Sinne. Ich möchte in diesem Posting eigentlich weniger empfehlen sondern eher aufzählen, was es alles gibt. Womit man am Ende gut umgehen kann, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Da sollte man einfach mal ein wenig rumprobieren, da die Programme alle kostenlos sind, sollte das ja auch kein Problem sein.

Anfangen möchte ich mit drei Programmen zum Betrachten und Organisieren von Bildern:
  • IrfanView
    IrfanView
    Gibt es überhaupt Leute, die IrfanView nicht kennen? Es ist in der Windowswelt - glaube ich - das bekannteste und verbreitetste Tool zum Betrachten von Bildern. Und das mit Recht, man kann unglaublich viele Dateiformate öffnen und auch speichern (und damit konvertieren). Daneben bietet IrfanView aber auch einige (wenige) Möglichkeit zur Bearbeitung von Bildern. Sehr schön einfach ist meiner Meinung nach das Ändern der Größe und des Bildausschnitts, man muss sich nur die richtigen Tastaurshortcuts merken, dann ist man vor allem auch schnell.

  • XnView
    Im Prinzip das andere IrfanView, die beiden Programme nehmen sich insgesamt nicht so viel. XnView finde ich zum Sortieren von Bilder sehr viel besser, als IrfanView. Die Bearbeitungsfähigkeiten sind aber auch hier eingeschränkt, mir gefällt allerdings das Handling nicht so gut.

  • Picasa2/3
    Picasa hat seine Stärken in erster Linie im Bereich der Organisation von Bildern. Aber, grade in der 3er Beta, bringt es ein paar ganz interessante Möglichkeiten zur Bearbeitung mit (klick). Mir gefallen besonders die automatischen Funktionen, sie sind zwar nicht perfekt aber für die schnelle Aufarbeitung ganz brauchbar.
Die folgenden Programme sind echte Bildbearbeitungsprogramme, sie ersetzen Programme wie Corels Paint Shop Pro oder Adobes Photoshop.
  • Paint.net
    Für die meisten Zwecke ein sehr gut geeignetes und, wie ich finde, sehr übersichtliches Programm. Von den drei Programmen hat es meiner ansicht nach den geringsten Funktionsumfang. Dieser lässt sich jedoch durch Plugins erweitern, nur ist das Plugin-Projekt relativ unübersichtlich.

  • GIMP
    Das Gnu Image Manipulation Program (GIMP) ist wahrscheinlich das leistungsstärkste unten den vorgestellten Programmen, ich hab es früher ganz gerne verwendet, aber mittlerweile finde ich es etwas sehr unübersichtlich. Es kann eigentlich alles nur oft scheitere ich am Finden des richtigen Knöpfchens, weshalb ich immer öfter auf andere Programme zurückgreife. Viele Funktionen von GIMP sind für den Hausgebrauch auch schlicht überflüssig.

  • Artweaver
    Artweaver
    Eine Neuentdeckung, die mir erstaunlich gut gefällt. Der Funktionsumfang ist recht brauchbar, die Oberfläche aber trotzdem übersichtlich. Ich habe nach der ersten Installation relativ schnell alle Knöpfchen und Regler gefunden, die ich brauche. Wer mit Paint.net umgehen kann, wird mit Artweaver keine Probleme haben, da sich die Oberfläche nicht so sehr unterscheidet, grade der Ebenenmanager und die Bearbeitungshistory sind sehr ähnlich, da orientiert man sich an den gleichen Vorlagen.
Vektorgrafikprogramme sind immer dann notwendig, wenn man eigene Grafiken erstellen möchte. Der große Vorteil von Vektorgrafiken liegt darin, dass man sie beliebig hoch und runterg skalieren kann.
  • Inkscape
    Inkscape ist der Klassiker unter den freien Vektorgrafikprogrammen. Es beherrscht alle wichtigen Funktionen und ist nicht so kompliziert zu bedienen, man muss sich aber schon etwas einarbeiten, intuitiv würde ich die Bedienung nicht unbedingt nennen.

  • OpenOffice.org Draw
    Eine tolle Alternative zu Inkscape ist das Draw-Modul von OpenOffice.org. Für kleinere Grafiken ist es vollkommen ausreichend und bedient sich auch recht komfortabel. Alles, was ich bisher an Grafiken erstellt habe, hätte ich wahrscheinlich auch damit machen können.
Was man schlussendlich verwendet sei jedem selber überlassen, meine aktuellen Favoriten sind Artweaver, IrfanView und Inkscape. Aber alle Programme haben einen Versuch verdient, alle Programme sind kostenlos und vom Download her auch nicht zu groß.

Dienstag, 30. September 2008

Oosah: Ein Terabyte for free

Beeindruckende Daten
Der kostenfreie Filehoster Oosah verspricht jedem seiner Nutzer eine Speicherkapazität von sage und schreibe einem Terabyte, das sind 1024 Gigabyte. Für viele wird das mehr als die Kapazität der lokalen Festplatte sein, das ist weit mehr, als Microsoft mit seinen Skydrives (5 GB) oder die Dropbox (2 GB) zu bieten haben. Aber während Skydrives und Dropbox alle Dateitypen aufnehmen beschränkt sich Oosah auf Mediendateien (Bilder, Videos, Musik), ist somit also eher ein Konkurrent für Picasa, Flickr, YouTube und Co.

Der Zugriff auf Oosah erfolgt über ein Flash-Interface, es ist also kein Client notwendig, lediglich ein Flash-fähiger Browser, was für die meisten Nutzer kein Problem darstellen dürfte. Die Bedienung erinnert an Dateimanager wie den Windows-Explorer, Dateien können wie auf der lokalen Festplatte hin und her verschoben werden. Alle Dateien können mit dem internen Player direkt wiedergegeben werden, die Plattform eignet sich somit auch als privater Musikserver für Leute, die häufig an unterschiedlichen Rechnern arbeiten.

Picasa in Oosah
Dateien auf Oosah können aber auch freigegeben und in Galerien und Playlisten eingebaut werden. Oosah ist somit ein idealer Hoster für Webseitenbetreiber, wenn da nicht die Probleme mit der Zuverlässigkeit wären, in meinen ersten Tests hatte ich einige Probleme, Dateien hochzuladen oder einmal hochgeladene Dateien wieder zu löschen, was natürlich gar nicht geht. Sehr einfach funktionierte die Einbindung meines Picasa-Accounts in Oosah, Facebook, YouTube und Flickr sollen ebenso einzubinden sein.

Man sollte jedoch erwähnen, dass Oosah noch als Beta-Projekt angeboten wird, was einige Probleme erklären könnte. Man muss sich jedoch fragen, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, zunächst an der Zuverlässigkeit zu arbeiten und dann die Speicherkapazität hochzuschrauben, denn was nützt mir ein Terabyte, wenn ich es nicht effektiv nutzen kann.

Zum Schluss noch die Frage: wer braucht überhaupt ein Terabyte Speicherkapazität? Sicher, qualitativ hochwertige Bilder (bis zu 50 MB pro Bild wären auf Oosah möglich) kosten eine Menge Speicherplatz, nur kommt man irgendwann auch in einen Bereich, in dem höherer Qualität nicht mehr sinnvoll ist. Für die meisten Angebote ist 1600x1200 Pixel mehr als ausreichend, mehr wäre sogar kontraproduktive, da für viele Nutzer die Ladezeiten viel zu hoch wären. Videos sind derzeit bis 250 MB Soundfiles bis 50MB möglich, auch da stellt sich die Frage, wer das wirklich (legal) nutzen kann. Interessant ist die Plattform für alle, die intensiv mit Bildern und Videos arbeiten und dabei auf maximale Qualität angewiesen sind.

Samstag, 27. September 2008

Re-Played: Gothic II- Die Nacht des Raben

Ich bin kein großer Spieler, mir geht es nicht darum, auch noch die letzten paar Punkte rauszukitzeln, ich will einfach nur ein wenig Spaß haben. Spiele müssen für mich eine Geschichte haben. Also Autofahren oder Fußballspielen ist für mich eher uninteressant, mich interessieren eher Rollenspiele und da insbesondere jene mit Rüstung und Schwert, mit Magiern und Monstern. Ich mag es nicht, wenn Spiele zu real werden, da die meisten Rollenspielwelten doch recht brutal sind und das kann ich real jeden Tag in den Nachrichten haben. Phantasie ist mir sehr wichtig, ich will in eine andere Welt entführt werden. Außerdem mag ich keine Programme, die meinem Rechner auch noch die letzte Ressource abverlangen, deshalb bevorzuge ich ältere Spiele. Diese haben noch weitere Vorteile, sie kosten wenig (häufig nur den Preis einer Computerzeitschrift, höchstens aber 10 €) und man sieht sehr schnell, ob sie etwas taugen, wenn ja gibt es meist noch eine sehr aktive Community drum herum.

Der erste Teil dieses kleinen Herbstspezials handelt von Gothic II, dem zweiten Teil der Gothic-Trilogie. Gothic II ist besonders mit dem Add-on Die Nacht des Raben interessant, das ein komplettes weiteres Spielgebiet liefert, das im Basisspiel nicht vorkommt. Gespielt wird nun in drei unterschiedlichen Gebieten, die landschaftlich eine unheimlich große Vielfalt bieten, von Eis bis Wüste ist nun alles vertreten. Die Grafik ist dabei nach heutigen Gesichtspunkten nicht herausragend, ich finde sie aber mehr als ausreichend. Den Machern ist es gelungen eine Atmosphäre aufzubauen, die vielen modernen Spielen abgeht.

Die Story ist im Prinzip ganz einfach, die Welt wird bedroht unser Held, der in Gothic keinen Namen trägt, muss helfen und die Welt retten. Hier gibt es vom Rollenspielcharakter schon eine starke Einschränkung, man kann nur diesen einen vorgegebenen Helden spielen, auch sonst hat man relativ wenig Möglichkeiten den Charakter auszubauen. Das ist aber im Fall der Gothic-Reihe sinnvoll, da die drei Teile inhaltlich aufeinander aufbauen (technisch sind es vollkommen unabhängige Programme)  und unsere namenloser Held das Hauptbindeglied ist. Man trifft allerdings im Verlauf des Spiels auf einige weitere alte Bekannte, wenn man denn Gothic I gespielt hat. Auch erfährt man im Laufe des Spiels einiges über die Hintergründe der Geschichte, auch in Bezug auf den ersten Teil, es macht aber nichts, wenn man diesen nicht gespielt hat.

Am Anfang hat der Held all seine in Gothic I erlangte Macht verloren und steht nur noch in Unterwäsche und mit einem Stöckchen bewaffnet in einer Welt voller Bedrohungen. Wobei die ersten tödlichen Bedrohungen nicht weit sind, grade am Anfang sollte man versuchen, diesen aus dem Weg zu gehen, wegrennen ist Teil des Spielprinzips. Mit etwas Geschick kommt man zwar relativ schnell an bessere Ausrüstung, aber auch die ist nicht so gut und im Kampf gegen die harten Gegner wenig hilfreich. Man sollte sich also daran gewöhnen, dass der Held in Situationen kommt, denen er nicht gewachsen ist, öfter Zwischenspeichern ist deshalb extrem hilfreich.

Der Spielverlauf ist eigentlich relativ eindeutig, wobei es neben der Hauptgeschichte auch eine Reihe von interessanten und lukrativen Nebenquests gibt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wirkliche Bugs gibt es dabei kaum noch und wenn, dann sind sie nicht zum Nachteil des Helden. An manchen Stellen würde ich mir wünschen, dass es mehr Alternativwege gäbe, wo auch andere typische Rollenspielfähigkeiten (Bestechen, Bedrohen, Überreden, Diebstahl) mehr vertreten sind und das Schwert dafür schweigt. Da ist Gothic doch sehr einfach gestrickt, es ist letztlich eher auf Action ausgelegt. Das Kampfsystem wird mit der Zeit etwas langweilig, sind es doch immer die selben Treffer, die ich brauche um einen Angreifer zu stoppen, da wäre etwas mehr Zufall wünschenswert. Sehr aufgesetzt wirken vor allem das Alchemiesystem und der Taschendiebstahl, da steckt eigentlich mehr Potential drin.

Zum Ausbau des Charakters gibt es drei Pfade, den Milizionär/Paladin, den Söldner/Drachenjäger und den Feuermagier. Magier liegen mir persönlich nicht, das ist meist mit viel Brimborium um nichts verbunden, deshalb keine Aussage dazu. Die beiden anderen Wege spielen sich jedoch sehr gut, der Paladin unwesentlich einfacher als der Drachenjäger. Man kann hier noch zwischen Charakteren unterscheiden, die auf Stärke oder Geschicklichkeit trainiert sind. Beides ist spielbar, man kann sogar Charaktere entwickeln, die am Ende auf beiden Werten gut sind, man sollte sich nur am Anfang für einen entscheiden und diesen dann relativ weit ausbauen, dann kann man am Ende den anderen Wert nachholen. Man hat auch trotzdem noch eine gute Chance gegen den Endgegner. Nicht ganz vergessen sollte man die Kampftalente, wichtig sind sie anfangs aber nicht. Man muss auch nicht unbedingt 100% erreichen, mit dem Einhandschwert reichen 90%, da die guten Waffen einen Verbesserungsbonus haben. Insgesamt hat man etwa 50 Entwicklungsstufen und damit 500 Lernpunkten dafür Zeit, daneben gibt es noch eine Reihe von Boni, die man finden bzw. gewinnen kann, von ihrem Einsatz hängt entscheidend ab, wie gut der Held am Ende wird. Aber auch für nicht optimale Helden ist das Spiel durchaus machbar.

Minus: Das dickste Minus gibt es von mir für die relativ schwachen Endgegner. Raven (Boss der Banditen und höchster Bösewicht im Add-on) als solchen zu bezeichnen wäre albern, da ist Skinner (einer seiner Lakaien im Schürferlager) schon ein anderes Kaliber, für Bogenschützen allerdings beide ein Witz. Die ersten fünf Drachen sind mit wenig Verlust machbar. Und auch die letzten beiden Gegner sind so wild nicht. Ein weiteres Minus gibt es für das manchmal etwas zu eingeschränkte Rollplay, das hätte besser sein können, zumal die Ansätze vielfach schon vorhanden sind, dadurch muss meist auch der Weg des Kampfes gegangen werden, wo dieser von der Story her eigentlich nicht nötig wäre. Und ich vermisse ehrlich gesagt magische Waffen, die zum Beispiel Hilfe im Kampf gegen Untote oder Konstrukte oder Drachen Verbesserungen liefern, da hätte man mehr und die Gegner dafür auch schwieriger machen können, dann wechselt man auch öfter mal die Waffe.

Plus: Ganz dickes Plus gibt es für die Geschichte, die nur sehr wenig Langeweile aufkommen lässt, es gibt höchstens ein bis zwei kleinere Durststrecken. Das zweite Plus gibt es für die Atmosphäre, die einem manchmal trotz eingeschränkter Grafik Gänsehaut zaubert. Da diese beiden Punkte unheimlich viel am Spielspaß ausmachen, überwiegt auch der positive Eindruck der Nacht des Raben.

Charaktervorschlag: Söldner/Drachenjäger (mit Schmied als Beruf). Zunächst als Bogenschütze auf Geschicklichkeit ausbauen (zumindest der Eichenbogen sollte ohne Items benutzbar werden), für den Nahkampf (Duelle) Degen, Rapier und Meisterdegen bzw. Betty. Am Ende (vor dem Endkampf) sollten Stärke und Geschick im Bereich von über 150 Punkten liegen, Einhand und Bogen bei 100%, Lebenspunkte liegen bei 1000 bis 1100, nur Mana ist mit rund 150 relativ niedrig, mehr braucht man aber auch nicht. Die wichtigsten Items, Drachenbogen und Erz-Drachentöter, sind damit effektiv benutzbar, die Drachenjägerarmbrust und den großen Erz-Drachentöter kann man zumindest anlegen.

Fünf Tipps für Anfänger:
  1. Lasst euch Zeit. Das Spiel versucht zwar ständig Druck aufzubauen, den gibt es aber nicht. Es macht keinen Unterschied, ob ihr einen oder zwei Tage für eine Aufgabe braucht. Ihr müsst nicht im Dunkeln spielen, ihr könnt schlafen (regenerieren), ihr könnt das Gelände erkunden, ihr könnt mit anderen Spielfiguren sprechen, ihr könnt Nebenquests lösen, etc.
  2. Habt Geduld. Ihr kommt relativ früh im Spiel an Items, die eure Eigenschaften dauerhaft verbessern können, spart sie euch auf, grade am Anfang könnte ihr recht einfach lernen, also lernt. Zum Ende wird das lernen immer schwerer, damit die Boni wertvoller. Durch lernen (und beten) sollte man mindestens auf 50 steigern, besser noch höher.
  3. Analysiert eure Gegner. Fast alle Gegner haben Schwachpunkte. Manche verraten euch rechtzeitig durch Gesten oder Geräusche, dass sie angreifen werden. Die meisten Gegner können nicht oder nur eingeschränkt klettern. Wasser stellt auch ein Hindernis dar. Es gibt auch Gegner, die bekommen nicht mit, wenn ihr sie aus großer Distanz im Fernkampf angreift, die liegen dann einfach irgendwann im Staub.
  4. Seid mutig. Geht keinem Kampf aus dem Weg, den ihr gewinnen könnt, jeder Gegner gibt Erfahrungspunkte, die ihr am Ende braucht. Denkt aber dran, dass ihr die Welt retten und nicht entvölkern sollt.
  5. Seid nicht dumm. Geht jedem Kampf aus dem Weg, den ihr nicht gewinnen könnt. Für manche Aufgaben ergeben sich mit der Zeit sehr einfache Lösungen. Grade am Anfang solltet ihr möglichst auf den Hauptwegen bleiben, es sei denn, das Spiel verlangt es von euch. Für einige Aufgaben gibt es auch Unterstützer. Greift niemals offen ein Rudel von Gegner an, das geht in 95% der Fälle nicht gut. 
Links:

Dienstag, 16. September 2008

Laborergebnisse, die dritte

Moin,

als ob ich es geahnt hätte, die freundlichen Kollegen von Google haben schon wieder zwei neue Labs Features aktiviert.
  • Der Forgotten Attachment Detector soll vor dem Verschicken daran erinnern, dass man noch einen Anhang an eine E-Mail hängen wollte, dafür scannt er nach Schlüsselbegriffen. Da funktioniert auch, aber leider nicht immer, mit "see attached file" geht es, "see file" oder "file attached" funktionieren nicht. Gina von Lifehacker hatte ein ähnliches Problem, ist also kein Einzelproblem. Ein Kracher ist das nun wirklich nicht, die Idee schon, aber die Ausführung ist so miserabel, maximal Alpha Status.

  • Das zweite Feature ist ein - haltet euch fest - "Mark as Read"-Button, jo, was soll man dazu sagen? Natürlich ist der brauchbar, aber ein Labs Feature? Sowas sollte doch eigentlich Standard sein. Was gibt es da auch großartig zu testen. Sowas halte ich für einen Missbrauch der ansonsten ja ganz witzigen Labs Idee, reine Effekthascherei. Ein "Toggle Read"-Button wäre meiner Meinung nach sinnvoller, damit könnte man nachrichten, die man noch nicht ganz gelesen hat nach dem Öffnen wieder als ungelesen markieren.
Während das erste Update durchweg brauchbar war und das zweite nicht wirklich schlecht - ich brauche es lediglich nicht, - haben wir heute eine miese Alpha und eine Selbstverständlichkeit, als tolles neues Labs Feature, der Trend geht deutlich nach unten. Schade eigentlich. Ich hatte ehrlich gesagt das Gegenteil erwartet.

Dropbox

Moin moin,

vor ein paar Tage habe ich die SkyDrives von MSN vorgestellt. Heute möchte ich das Alternativangebot Dropbox eingehen, das kürzlich auf gHacks vorgestellt wurde.

Weboberfläche von Dropbox
Dropbox stellt derzeit 2 GB Speicherplatz zu Verfügung und liegt damit 3 GB hinter MSN, was für viele Zwecke aber keine so große Rolle spiel. Alle wirklich wichtigen Sachen sollten drauf passen. Onlinefestplatten bieten sich natürlich inbesondere zur Sicherung von wichtigen Dokumenten (Diplom- und Doktorarbeiten, etc.) an. Eine Beschränkung der Dateigröße konnte ich bei Dropbox bisher nicht finden.

Sehr schön gefällt mit bei der Dropbox die Integration in den Desktop, die an Programme wie ActiveSync erinnert. Das Programm legt einen Ordner auf dem lokalen Rechner an, in das man Programme, die man mit dem Onlineordner synchronisieren will kopiert. Die Synchronisation findet dann im Hintergrund statt. Das ist deutlich eleganter, als die Lösung von MSN. Ähnliche Lösungen gibt es auch für Linux und Mac.

Das Webinterface von Dropbox finde ich allerdings vom Design nicht so schick, da ist das von MSN meiner Meinung nach klarer, der Funktionsumfang ist aber bei Dropbox besser, d. h. man kann hier Dateien auch verschieben und die Ordnereinträge nach anderen Kriterien als dem Dateinamen sortieren.

Der Dateiaustausch ist mit Dropbox auch ebenfalls möglich, gefällt mir so aber gar nicht. Das ging bei MSN einfacher und erscheint mir auch mächtiger, ich muss damit aber noch etwas rumspielen, bevor ich mir ein endgültiges Urteil erlaube.

In jedem Fall ist Dropbox eine gute Alternative für alle, die in keinem Fall etwas von Microsoft nutzen wollen. Aber ganz ohne ideologische Aspekte muss man beiden Angeboten ihre Vorzüge und Nachteile zugestehen, das Optimum läge wie so oft in der Mitte, aber beide Angebote sind auch noch recht neu. Ich werde vorerst beide Angebote im Auge behalten.

Donnerstag, 11. September 2008

Und wieder brodelt es aus GMails Labor

Nur wenige Tage nach dem ersten Update wurden drei weitere Features aktiviert, während es bei den ersten im Wesentlichen um die Labels ging, geht es nun um die Möglichkeiten zu Beantwortung von Nachrichten.
  • Quote selected text ist eine Funktion, die vielen aus den gängigen Mailprogrammen bekannt ist. Beim Beantworten von Nachrichten wird in GMail der gesamte Text der Nachricht, auf die man antwortet, zitiert, was grade auf Mailinglisten nicht gerne gesehen wird. Mit dieser Funktion kann man nun einen Text markieren und mit dem Shortcut "r" beantworten, dann wird nur der ausgewählte Text zitiert. Funktioniert auch mit Firefox recht gut, andere Browser können es wohl noch nicht. Der Mausklick auf Reply tut es hier auch nicht, schade eigentlich.

  • *
    Mit Default 'Reply to all' kann man, wie der Name eigentlich schon sagt, per default an alle in einer E-Mail aufgeführten Mail-Adressen antworten. Ist jetzt für den Hausgebrauch eher weniger interessant, aber für Leute, die viel in Gruppen arbeiten schon praktisch, wobei es dafür auch andere Lösungen gibt.

  • *
    Vacation time ist noch so ein Ding, dessen Sinn sich mir für den Privatanwender nicht erschließt. Wenn ich nicht da bin, bin ich nicht da und dann antworte ich nicht. Da braucht es keine "Ich bin nicht da"-Nachrichten, die insbesondere von den Leuten verschickt werden, die alles andere sind, nur nicht wichtig. Jedenfalls kann man mit diesem Tool schon währen der Urlaubsplanung seine Abwesenheitszeit eintragen. Hallelujah.
OK, das war jetzt nicht so der Knaller, aber zumindest ein Feature ist wirklich brauchbar, warten wir es mal ab, wenn das so weiter geht, kann man bald Nachrichten sortieren oder mehrere E-Mail-Signaturen einrichten oder gar noch PGP kodieren/signieren… man wird ja noch träumen dürfen.
* In den Screenshots ist GMail mit der GMail Redesigned Skin von Globex Designs zu sehen.

Mittwoch, 10. September 2008

PDF-Tools für lau

Eines der beliebtesten und sichersten Austauschformate für Dokumente im Internet ist das Portable Document Format (PDF). Während in früheren Jahren Adobe mit seinem Acrobat Reader und dem zugehörigen Writer eine ziemliche Monopolstellung hat, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe einfacher Tools zum Erstellen und Öffnen von PDF-Dateien. Die folgende Liste ist sicher alles andere als Vollständig, sie zeigt lediglich die Tools, die ich derzeit verwende. Wenn jemandem bessere Tools einfallen, bitte einen Kommentar hinterlassen.

Foxit Reader
Einer der besten PDF-Reader, der mir in den letzten Monaten (Jahren?) untergekommen ist, ist der Foxit Reader. Ich benutze ihn jetzt seit einigen Monaten und habe bisher noch keine Funktion vermisst, dabei ist Foxit klein, handlich und schnell. Sehr schön finde ich hier die Lösung für das "tabbed PDF-reading", mit der man auch bei vielen geöffneten Dokumenten die Übersicht behält. Die Download-Version blendet ganz dezent Eigenwerbung ein, diese Stört aber kaum. Für hartnäckige Fälle habe ich sicherheitshalber zwar noch den Adobe Acrobat Reader installiert, aber gebraucht habe ich ihn bisher nicht.

PDF Creator
Zum einfachen Erstellen von PDF-Dokumenten gibt es den PDF Creator, dieser installiert sich als Drucker und bietet somit die Möglichkeit alles in PDF zu konvertieren, was sich drucken lässt und das ist ziemlich viel. Für den Hausgebrauch mehr als ausreichend.

PDF Split and Merge
Hin und wieder recht nützlich ist das Tool PDF Split and Merge. Die Split-Funktion, also das extrahieren von Seiten eines PDF-Dokuments, braucht man erfahrungsgemäß eher weniger. Dafür ist die Merge-Funktion, also das Zusammenführen von Dokumenten, um so nützlicher, grade wenn man viele PDFs zu einem Thema runtergeladen hat. Zum Beispiel ergeben die Rezepte vom Kerner runtergeladen und gemerged ein prima Kochbuch.

OpenOffice.org
OpenOffice.org als "PDF-Tool" zu bezeichnen ist natürlich etwas arg untertrieben, es ist natürlich ein komplettes Office-Packet. OOO bringt aber schon seit einigen Versionen eine recht komfortable Möglichkeit zum Erstellen von PDF-Datei mit.

Google Docs
Die Google Docs sind natürlich auch viel mehr als nur ein "PDF-Tool", aber grade für Leute, die ihre Dokumente online speichern ist es schon sehr praktisch, diese auch direkt im Browser ohne Plugins lesen zu können. Einen großen Funktionsumfang sucht man zwar vergeblich, aber man bekommt immerhin eine Thumbnailvorschau der Seiten gezeigt und kann auch im Dokument zoomen.